Festung Torgau

200 Jahre Sächsisch-Napoleonische Festung Torgau

Sonderausstellung im Schloss Hartenfels 2011 ---- beendet ----

Im Jahr 2011 jährte sich zum 200. Male der Baubeginn der sächsischen Landesfestung Torgau auf Geheiß Friedrich August I von Sachsen. Die Stadt Torgau und der Landkreis Nordsachsen würdigten dieses besondere Ereignis mit einer Jubiläumsausstellung im Schloss Hartenfels.

Bis heute prägt die ehemalige sächsische Landesfestung an vielen Stellen das Stadtbild der alten Residenz- und Renaissancestadt Torgau an der Elbe. Die erhaltenen Festungsanlagen sind nicht nur ein eindrucksvolles Kulturdenkmal, sie sind auch ein herausragendes Beispiel der Festungsbaukunst in Deutschland.

Auf rund 270 Quadratmetern wurden einige besonders seltene und wenig gezeigte Exponate zur Geschichte der Torgauer Festung präsentiert. In vier Abteilungen liess die Ausstellung den Besucher in das Torgau der französischen Besatzungszeit eintauchen, als aus einer verschlafenen Provinzstadt eine der modernsten Festungsstädte Europas wurde:

Prolog Sachsen-Frankreich
Im ersten Teil der Ausstellung wurden die politischen Umstände beleuchtet, in deren Ergebnis die Stadt und ihre Bürger in den Fokus der strategischen Planungen Napoleons rückten.

Festung und Stadt / Stadt als Festung
Das Prestigeprojekt Landesfestung wurde zwischen 1811 und 1813 zur wichtigsten Baustelle des jungen Königreichs Sachsen und zum logistischen Zentrum des französischen Russlandfeldzugs von 1812.

Belagerung und Fall / Torgau wird preußisch
Hier wendete sich die Ausstellung einem der dramatischsten Kapitel in der Stadtgeschichte zu. Die Freiheitskriege gegen das napoleonische Frankreich fanden im Oktober 1813 ihren Höhepunkt in der Leipziger Völkerschlacht, Napoleons Macht war gebrochen worden. Nach mehrmonatiger Belagerung und einer verheerenden Typhusepidemie ergab sich die Festung ihren preußischen Belagerern und Torgau wurde zur preußischen Garnisonsstadt.

Denkmal, was nun?
Das Zukunftsforum der Ausstellung thematisierte das Ringen um den Umgang mit dem einstmals ungeliebten Festungserbe und die Frage nach der identitätsstiftenden Kraft der Festung. Das Forum wollte lebendiges Gedächtnis sein, das seismografisch die Stimmungen und Erinnerungen der Torgauer Bürger an ihre Festung zusammengefasst und vorgestellt hat.

In biografischen Porträts von Bürgern, Soldaten, von wahren Helden und tragischen Gestalten der Festungsgeschichte wurde die Ausstellung abgerundet.


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